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Blogparade: Suppenkasper sind die schlankeren Menschen

Diese Woche fragt Sabienes in ihrer Blogparade nach Suppenkaspern, also nach dem Umgang mit den Menschen, die nicht alles essen. Das betrifft wohl jeden, der mit anderen zusammenlebt. Jeder Mensch hat einfach seine eigenen Vorlieben, die er mitbringt und die bei Ernährung und Essen irgendwie berücksichtigt werden sollten. Besondere Relevanz erhält das Thema, wenn ein Familienmitglied abnehmen möchte, was ja unter anderem bedeutet, dass es ab jetzt auch anders essen möchte als bisher. Der in der Vergangenheit gefundene Kompromiss, der die ganzen unterschiedlichen Vorlieben unter einen Hut gebracht hat, muss jetzt neu verhandelt werden.

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Das kann zu Stress und Konflikten führen, unabhängig davon, ob die anderen Familienmitglieder auch übergewichtig sind oder nicht click reference. Auch unabhängig davon, ob das abnehmwillige Familienmitglied tatsächlich zu dick ist oder nur meint, abnehmen zu müssen.

Es kommt auch drauf an, ob einer oder beide der Erwachsenen ihre Ernährung umstellen möchten, oder ob ein Kind zu dick ist. Besonders konfliktträchtig ist allerdings die garnicht so selten auftretende Situation, in der ein ins Teenageralter gekommene Kind meint, abnehmen zu müssen, während die Eltern dies unbedingt verhindern möchten. Nur weil jemand normalgewichtig ist, heißt das ja noch lange nicht, dass er auch mit sich zufrieden ist.

Im Zusammenleben und gemeinsamen Essen stellt sich dann die Frage, was eigentlich normale Ernährung ist, ob die derzeit praktizierte Ernährung geeignet ist, ein gesundes Körpergewicht zu erhalten und auch, ob es notwendig ist, eine besondere Ernährungsform zu praktizieren, wenn man abnehmen möchte. Muss der Abnehmwillige extra Mahlzeiten für sich kochen, oder gekocht bekommen, oder kann er dasselbe essen wie die anderen auch? Sollten vielleicht besser alle anfangen, anders zu essen? Oder sollte genau das nicht passieren, zum Beispiel, weil die Kinder im Wachstum sind und einen hohen Energiebedarf haben?

Die Antworten auf diese Fragen sind nicht einfach zu finden, und sie hängen auch von der jeweiligen Situation ab. Eins gilt allerdings generell: Man kann nur selbst abnehmen, nicht jemand anderen schlank machen. Es nützt überhaupt nichts, und schadet sehr viel, wenn man versucht, jemand anderen, selbst wenn es das eigene Kind ist, gegen dessen Willen zu einer kalorienreduzierten Ernährung zu zwingen oder zu überlisten.

Abnehmwillige Erwachsene

Die einfachste Situation entsteht dann, wenn zwei zusammenlebende Erwachsene gemeinsam beschließen, ihr Gewicht zu reduzieren. Die Erfolgsaussichten dieser Konstellation sind besonders günstig, sie können sich gegenseitig motivieren, miteinander kochen und Sport treiben, durch das gemeinsame Ziel kauft keiner so leicht Dinge ein, die niemand wirklich essen möchte. Wenn die beiden es ernst meinen, wird das Vorhaben vermutlich gelingen. Natürlich muss Einigkeit darüber hergestellt werden, wie genau das Essen in Zukunft aussehen soll, aber mit dem gemeinsamen Ziel ist diese Einigkeit relativ einfach herzustellen.

Schon eher konfliktträchtig ist die Situation, in der nur einer der beiden abnehmen möchte, der andere jedoch nicht. Egal, ob der andere schlank ist oder nur keine Lust zum Abnehmen hat. Rücksichtnahme ist gefordert, allerdings ist das Verständnis beim normalgewichtigen oder jedenfalls nicht abnehmwilligen Partner nicht immer vorhanden. Er kann es dem Abnehmwilligen durchaus schwer machen, sei es absichtlich, sei es durch Gedankenlosigkeit oder die Unfähigkeit, sich in die Situation des anderen hinein zu versetzen. So ist es, vor allem in der Anfangszeit der Ernährungsumstellung, sicherlich nicht hilfreich, wenn abend für abend jemand neben einem sitzt, mit der Chipstüte in der Hand, und einem dann auch noch immer mal wieder etwas davon anbietet.

Je nachdem, wer für das Kochen und Einkaufen zuständig ist, je nachdem, wie alltagstauglich (oder eben nicht) die gewählte Diätform ist, können die unterschiedlichsten Konflikte entstehen. In jedem Fall ist es hilfreich, Meinungsverschiedenheiten nicht unter den Tisch fallen zu lassen, sondern zu lösen. Für den nachhaltigen Abnehmerfolg ist die Kooperation des Partners unverzichtbar. Gemeinsame Essgewohnheiten müssen (wieder) entwickelt werden, wenn beide dauerhaft schlank werden und bleiben möchten.

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Ein häufiger Konfliktfall sind die Süßigkeiten oder Naschereien. Fast jeder hat einen Vorrat davon im Haus, wer Kinder hat, sowieso. Muss der Abnehmwillige die Versuchung aushalten oder gibt es vielleicht andere Lösungsmöglichkeiten? Es ist ja nicht notwendig, dass alle auf Süßes verzichten müssen, nur weil einer sich nicht zurückhalten kann, sobald er nur weiß, wo die Sachen liegen.

Vielleicht müssen nicht ganz so große Vorräte angelegt werden, vielleicht nützt es auch, die süßen Sachen an einer Stelle zu lagern, die dem Abnehmwilligen nicht verraten wird.

Häufig ist die Situation, in der der Abnehmwillige und die Person, die das Essen für die Familie kocht, identisch sind. Meistens handelt es sich um Frauen. Sie haben den Vorteil, dass sie selbst bestimmen können, was sie kochen, welche Zutaten sie verwenden. Für sie ist es also eher einfach, eine Ernährung nach eigenem Geschmack, oder nach den Erfordernissen der Gewichtsreduktion zu verwirklichen. Auf der anderen Seite müssen sie dann aber oft auch für die anderen Familienmitglieder kochen, die vielleicht gar nicht abnehmen sollen. Durch den Umgang mit den eher kalorienreichen Lebensmitteln und Gerichten, die sie vor allem für die Kinder kochen müssen, entsteht natürlich eine zusätzliche Versuchung, die auch eine Stressquelle ist und das Abnehmen durchaus erschweren kann. Wer Hunger hat und Sachen kochen muss, die er eigentlich hinterher gar nicht essen möchte oder sollte, muss ja trotzdem mal probieren, ob es gut gewürzt ist. Die Versuchung ist groß, es passiert aus Versehen, ohne wirkliche Absicht.

Die Probleme, die das Essen mit und Kochen für Kinder mit sich bringt, treten natürlich trotzdem auf. Wer abnehmen möchte, möchte vielleicht gerne vermehrt Gemüse essen. Kinder nicht. Soll man nun Gemüsegerichte kochen oder nicht? Es gibt auch hier keine pauschale Antwort.

Aber auch wenn keine Kinder da sind, gibt es genügend Konfliktpotential. Der schlanke oder jedenfalls nicht abnehmende Partner hat weiterhin Wünsche und Vorstellungen, was seine Ernährung angeht. Vielleicht hat er sogar bestimmte Vorstellungen darüber, auf welche Weise Gewichtsreduktion erzielt werden kann oder sollte. Wenn er das Essen kocht, wenn er einkauft, dann kann er die Abnehmpläne fördern oder durcheinanderbringen. Wenn er davon abhängig ist, dass für ihn gekocht und eingekauft wird, dann ist er stark abhängig vom guten Willen und auch vom Verständnis des Partners. Was je nach Situation ein Vorteil oder auch ein Nachteil sein kann.

Darf ein schlanker Partner eines diäthaltenden Menschen Kalorienbomben essen, vielleicht sogar in Gegenwart des Abnehmwilligen? Muss er Diätgerichte essen, aus Solidarität oder um Versuchungen zu vermeiden? Beides erscheint irgendwie nicht ganz richtig. Wie sieht die richtige Unterstützung aus, kann man dem Partner überhaupt beim Schlankwerden helfen? In jedem Fall sind individuelle Lösungen gefordert. Wie der richtige Weg zum Ziel aussehen muss, steht nicht fest, aber die aktive Auseinandersetzung mit den anstehenden Konflikten führt in jedem Fall in die richtige Richtung.

Die Frage, ob es Gänsebraten zu Weihnachten oder auch nur Eis zum Nachtisch gibt, die muss geklärt werden. Wer solche Fragen unter den Tisch fallen lässt, riskiert seinen Abnehmerfolg. Und vielleicht sogar das gute Einvernehmen in der Familie und Partnerschaft.

Auch wenn es selten vorkommt, so gibt es doch auch den Fall, in dem der eine Partner durchaus ernsthaft versucht, den anderen am Abnehmen zu hindern. So gibt es zum Beispiel Ehemänner, die ihre Frau jahrelang ignorieren, die nicht merken, wie sie in der Zeit dicker und dicker wird, vielleicht sogar aus Unglück über die Ignoranz. Sobald sie jedoch die Eigeninitiative aufbringt und versucht, abzunehmen, wird auch er aktiv. Kauft ihr Pralinen, lädt sie zum Essen ein, kurz, bringt ihr jede Menge Aufmerksamkeit entgegen. Verhindert damit natürlich auch wirksam, dass der Abnehmplan in die Tat umgesetzt wird. Wer einen solchen Ehemann (oder -frau) sein eigen nennt, sollte vor dem Abnehmen vielleicht zuerst die Beziehung klären, bevor er (oder sie) sich so sabotieren lässt. Es kann gut sein, dass sich die Gewichtsfrage danach ganz von alleine klärt.

Übergewichtige Kinder

Dicke Kinder haben häufig, allerdings nicht immer, auch dicke Eltern. Das bedeutet dann im Allgemeinen, dass die Essgewohnheiten in der Familie nicht so besonders gut geeignet sind, schlank zu werden und zu bleiben. In dem Fall wäre es also gut, wenn die ganze Familie ihre Essgewohnheiten ändern würde. Nur wenn das passiert, haben die Kinder eine echte Chance auf ein schlankes Leben. Diäten und Kuren können höchstens der Einstieg, höchstens ein Motivationsschub am Anfang sein. Für die Umstellung ist meistens Hilfe von außen erforderlich. Es lohnt sich, sich um diese Hilfe zu bemühen.

Abnehmwillige Kinder

Neben den Kindern, die abnehmen, oder zumindest ihr Gewicht so lange halten sollten, bis sie da „rausgewachsen“ sind, gibt es, und wohl in erheblich größerer Zahl, die Kinder, die sich für zu dick halten und meinen, mit den abenteuerlichsten Diäten dagegen angehen zu müssen.

Vor allem (nicht nur) für Mädchen beginnt eine schwere Zeit, wenn ihr Körper anfängt, sich zu verändern, weibliche Formen anzunehmen. Dies wird von allzu vielen mit Übergewicht verwechselt. Das herrschende Schönheitsideal führt dazu, dass die Illusion vermittelt wird, nur vorpubertäre Körperformen wären normal, eine normale weibliche Figur dagegen wäre zu dick, gar hässlich. Die Betroffenen versuchen, mit radikalen Diäten ihr Gewicht zu verringern. Für Eltern bedeutet das eine schwierige Situation.

Denn zum einen sind die Kinder vernünftigen Argumenten kaum zugänglich. Sie finden sich zu dick, und fertig. Um das zu ändern, sind sie zu jeder Verzweiflungstat bereit. Auf der anderen Seite ist es auch nicht sinnvoll, sie zum Essen zu zwingen, denn das kann durchaus auch zur Entwicklung von Essstörungen führen. Es gibt kein Patentrezept, was man tun kann, wenn ein Kind auf einmal morgens einen Apfel, mittags einen Joghurt und sonst nichts mehr isst. Aus dem Thema kein Drama machen, ist vermutlich die beste Lösung. Die aber auch nur solange praktikabel ist, wie kein echtes Untergewicht im Spiel ist.

Ob Kind oder Erwachsener, wer mit anderen zusammenlebt und eben auch zusammen isst, muss Kompromisse bei seinen Essgewohnheiten machen. Der Entschluss, das eigene Körpergewicht zu ändern, erfordert dann auch neue Kompromisse. Insofern kann niemand für sich alleine abnehmen, der nicht für sich alleine lebt. Das sollte bei der Entscheidung für eine Diät oder Abnehmform berücksichtigt werden.

Ansonsten gilt wohl, dass am Essen rumzumäkeln, also ein Suppenkasper zu sein, sicherlich unhöflich ist, es aber ein guter Weg zur schlanken Linie sein kann, wirklich nur das zu essen, was man gerne mag.

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3 Kommentare… jetzt kommentieren:
  • Wieder einmal sprichst du ein paar heikle Situationen an… ich habe mal echt versucht, abzunehmen, als ich noch zu Hause gewohnt habe, aber auch wenn meine Mama immer Willens war, mir Extrawürste zu kochen, so wurde es ihr auf Dauer doch zu viel, immer für mich KOMPLETT extra zu kochen… und so wurde auch aus dem Abnehmen nicht wirklich etwas.

    Jetzt funktioniert es besser, nachdem auch der Herr an meiner Seite etwas abspecken möchte, da redet man sich dann halt zusammen…. =)

  • Du schreibst: „Ein häufiger Konfliktfall sind die Süßigkeiten oder Naschereien. Fast jeder hat einen Vorrat davon im Haus, wer Kinder hat, sowieso.“
    Ich frage mich eigentlich, warum das so ist. Früher waren Süßigkeiten niemals ein so integrierter Bestandteil der Speisekammer und immer nur etwas für besondere Tage.
    Vielleicht ist das auch mit ein Grund, für die vielen Probleme mit dem Übergewicht, dass wir heutzutage haben.
    LG
    Sabienes

    • Du hast völlig recht. Es ist eine Beschreibung der Realität, nur wie wir dahingekommen sind, solche Realitäten zu akzeptieren und normal zu finden, das ist eine ganz andere Frage.

      Ich plädiere dafür, die Vorräte zu begrenzen oder noch besser, süße Sachen nur in der Menge einzukaufen, in der sie aktuell gebraucht werden. Allerdings finde ich damit wenig Gegenliebe.

      Die ständige Verfügbarkeit ist mit Sicherheit ein Grund für das verbreitete Übergewicht, hinzu kommt allerdings eine Verwechslung. Wenn man jede Missempfindung, jede schlechte Laune oder negative Emotion umdeutet in Hunger auf Süßkram, dann braucht man den Vorrat, denn man weiß ja nie, wann das kommt.

      Denn das Fatale ist ja, es geht einem besser, in dem Moment, in dem man das Süße reinschiebt. Wer abnehmen möchte, sollte also nicht nur die Vorräte begrenzen oder weglassen, sondern sich auch überlegen, wie er mit den unangenehmen Situationen umgehen möchte.

Wir freuen uns über Kommentare!

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