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Weihnachten und das schlechte Gewissen

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So langsam aber sicher naht die Weihnachtszeit. Für viele die schönste Zeit des Jahres, für Abnehmwillige oft eine Zeit des schlechten Gewissens, des Gefühls des Versagens.

Tatsächlich ist es ja nicht leicht. Seit Oktober, teilweise sogar schon früher, stolpert man in jedem Supermarkt schon am Eingang über Berge von Weihnachtsgebäck und anderen Leckereien. Nicht mehr lange, dann folgt wieder eine Weihnachtsfeier auf die nächste. Es muss gebacken werden, für die Feiertage muss besonders gutes Essen bestellt und eingekauft werden. In allen Innenstädten sind Weihnachtsmärkte aufgebaut, wohin man guckt, geht es ums Essen, immer Essen der kalorienreichen Sorte.

Da ist es kein Wunder, dass der feste Vorsatz, diesmal eisern zu widerstehen, meistens nicht besonders lange hält. Damit stellt sich dann schnell das Gefühl ein, dass es jetzt ja auch egal ist.

Und so wird über die Feiertage hemmungslos geschlemmt, zwischen den Jahren und Anfang Januar zeigt die Waage dann wieder neue Rekordwerte an. Vielen macht es noch nicht einmal Spaß, das schlechte Gewissen vermiest ihnen den Genuss. Was kann man tun, damit das dieses Jahr anders verläuft?

Die last-minute-Diät

Es klingt logisch. Man nimmt erstmal noch schnell ein paar Kilos ab, dann hat man für Weihnachten etwas Luft, kann schlemmen und wird trotzdem nicht mehr wiegen als vorher. Man spart sozusagen ein paar Kalorien, die man dann später, an den Feiertagen, zusätzlich essen kann.

In der Praxis funktioniert dieses System meistens nicht. Die last-minute-Diät entpuppt sich für gewöhnlich als strenge Crash-Diät. Denn schließlich ist nicht mehr viel Zeit, und man möchte sich soviel Luft wie möglich schaffen.

Vielen gelingt es auch tatsächlich, noch vor Weihnachten ein paar Kilos abzunehmen. Und dann passiert das, was nach extremen Diäten fast immer passiert, es gibt einen JoJo-Effekt. Damit würde man schon mit ganz normaler Ernährung zunehmen, zusammen mit den weihnachtlichen Schlemmereien bewegt sich der Zeiger der Waage dann mit rekordverdächtiger Geschwindigkeit. Keine Hose passt mehr, dabei hatte man sich die ganze Mühe doch extra gemacht, um genau diese Situation zu vermeiden. Das gute Essen schmeckt auch nicht wirklich, zu sehr nagt das schlechte Gewissen und vielleicht auch die Verzweiflung, weil es so absolut nicht so funktioniert, wie man sich das gedacht hatte.

Wer diese oder eine ähnliche Erfahrung bereits gemacht hat, ist dieses Jahr vielleicht bereit für eine realistische Weihnachtsplanung.

Vor Weihnachten abnehmen

Das bedeutet natürlich nicht, dass man sein Abnehmvorhaben unbedingt aufs neue Jahr verschieben muss. Im Gegenteil kann es sehr sinnvoll sein, sofort mit einer Ernährungsumstellung und einer bewussteren Lebensweise zu beginnen. Damit wird man dann zwar bis Weihnachten noch nicht sehr viel abnehmen können, aber man kann die ansonsten so unvermeidlich scheinende Weihnachts-Zunahme vermeiden. Und man kann durchaus noch zu einer Einstellung kommen, mit der man dann weniger Essen mehr genießen wird. An den Feiertagen wirklich genussvoll zu schlemmen, wäre ja auch schon ein Fortschritt. Denn das bedeutet garnicht so unbedingt, viel zu essen, sondern nur, auf das schlechte Gewissen zu verzichten, dabei das, was man isst, wirklich mit allen Sinnen zu genießen.

Die abnehmtaugliche Weihnachtsplanung

Wer realistisch ist, geht also davon aus, dass eine Gewichtsreduktion über Weihnachten eher unwahrscheinlich ist. Vernünftig ist also, ein stabiles Gewicht anzustreben oder zumindest eine möglichst geringe Gewichtszunahme. Wer um jeden Preis abnehmen möchte, sollte raus aus dem weihnachtlichen Umfeld.

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Es ist nicht realistisch, danebenzusitzen und zuzugucken, wie alle anderen sich den Bauch vollschlagen. Damit vermiest man nicht nur sich selbst die Stimmung, das stört auch die anderen. Wer also nicht teilhaben möchte an den weihnachtlichen Menus und festlichen Essen, der sollte tatsächlich nicht hingehen. Oder Weihnachten mit Leuten verbringen, die alle dasselbe Ziel haben.

Der feste Vorsatz, sich diesmal nur eine halbe Portion zu nehmen, diesmal Salat zu essen, während die anderen die Weihnachtsgans genießen, ist im Grunde von vornherein zum Scheitern verurteilt. Damit sollte man also garnicht erst anfangen.

Die grundsätzliche Entscheidung

Deshalb ist es sinnvoll, ganz bewusst eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen. Entweder man geht da hin, dann nimmt man auch dran teil. Vernünftigerweise genießt man das gute Essen mit gutem Gewissen. Wenn man schon die kalorienreichen Leckereien isst, dann sollte man auch etwas davon haben, es also wirklich genießen, Freude daran haben. Oder man möchte nicht daran teilnehmen, das Essen nicht genießen. Dann sollte man tatsächlich nicht hingehen, die Zeit anders verbringen. Halbe Sachen führen nur dazu, dass man dann zwar doch isst, was man eigentlich nicht essen wollte, dass es einem aber noch nicht einmal schmeckt, vor lauter schlechtem Gewissen. Das ist unsinnig.

Man kann diese Entscheidung für jede Weihnachtsfeier, jeden Weihnachtsmarkt und jedes Weihnachtsessen extra treffen, man muss nicht absolut immer dasselbe wollen. Es ist auch einfacher und damit sinnvoller, erstmal klein anzufangen, sich erstmal nur für eine bestimmte Gelegenheit etwas vorzunehmen.

Wer nicht hingehen will, hat ja durchaus auch Optionen. Man kann das ursprünglich christliche Fest ja mal im ursprünglichen Sinne feiern. Da kommt hemmungsloses Essen garnicht vor. Man kann der Familie mit ihren Festmählern ja mal eine Absage erteilen und sein eigenes Fest planen. Man kann auf das ganze Brimborium komplett verzichten. Oder man kann die freien Tage für einen aktiven Urlaub nutzen. Skifahren ist eine Option, aber sicherlich nicht die einzige.

Die grundsätzliche Entscheidung sollte man sich überlegen, sollte man aktiv treffen. Augen zu und durch bedeutet nur, dass andere für einen entscheiden. Oft in einem Sinne, der einem nicht wirklich gefällt. Wenn man also bewusst seine eigene Entscheidung trifft, das zu tun, was man selbst tun möchte, dann ist das schon ein erster Schritt. Wer aus Gründen der Harmonie, um Streit und Unstimmigkeiten zu vermeiden, immer zurücksteckt, immer Dinge tut, die er garnicht tun möchte, der erreicht auch nur eine Schein-Harmonie. Wer zu sich selbst, zu seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen steht, kann leichter abnehmen. Man kann jederzeit damit anfangen, auch jetzt.

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Vorräte und Süßigkeiten

Egal, wie man sich entscheidet, stehen trotzdem ein paar Kompromisse an, die man sich auch im voraus überlegen sollte. Denn egal was man tut, egal wohin man geht, Weihnachten ist überall.

Alle Supermärkte locken mit Süßigkeiten, mit Schokoladenweihnachtsmännern, mit Marzipan und Gebäck. Daran kommt man von Oktober bis Ende Dezember nicht dran vorbei. Und kaum ist das vorbei, wird es auch schon wieder Osterhasen geben. Man braucht also ohnehin eine Strategie, wie man damit umgehen möchte. Wer jedesmal alles einsackt, kauft viel zuviel.

Natürlich ist es nicht notwendig, Weihnachten ganz auf Süßigkeiten zu verzichten. Es ist ein besonderer Anlass, da soll es auch ein paar besondere Sachen geben, die es sonst nicht gibt. Und genau das ist ein wichtiger Punkt. Wenn man schon drei Monate vor Weihnachten anfängt, diese besonderen Sachen zu essen, dann werden sie zwangsläufig ziemlich gewöhnlich. Das sollte man vermeiden. Das besondere, das es nur selten gibt, das schmeckt tatsächlich viel besser als das, was es jeden Tag sowieso gibt. Wenn man also dafür sorgt, dass die Süßigkeiten etwas Besonderes bleiben, dann sollte man sie nur selten essen. Umso größer wird der Genuss sein. Weniger ist mehr.

Um also nicht mehr Süßes zu kaufen als man essen möchte, hilft ein Plan. Wer realistisch ist weiß, dass die Vorräte, die im Oktober oder November angelegt werden, ohnehin nicht bis Weihnachten reichen werden. Irgendjemand wird sie vorher aufessen. Meistens ist man das auch noch selbst. Um sich also nicht ständig selbst in Versuchung zu führen, hilft es, sich klarzumachen, dass Weihnachten erst Ende Dezember ist. Es hat also noch ein wenig Zeit, man muss nicht jetzt schon einkaufen. Je später man die Vorräte für Weihnachten einkauft, umso geringer ist das Risiko, dass man sie mehrfach kaufen muss.

Auch die benötigte Menge sollte man überdenken. Es ist nicht nötig, dass die Vorräte bis Juli reichen. Wenn am Jahresende alles weg ist, ist das viel besser.

Freizeitgestaltung

Wer die Feiertage im Kreise der Familie verbringt, stellt häufig fest, dass er nicht nur zu den Mahlzeiten isst, sondern ständig. Bewegung gibt es dagegen so gut wie garnicht. Wer der ständigen Versuchung, zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken noch ein paar Kekse zu essen, widerstehen möchte, der tut gut dran, den Keksen aus dem Weg zu gehen. Ein Winterspaziergang schafft ein wenig Abstand zu den ganzen Leckereien, bringt auf andere Gedanken und nochmal den Kreislauf und die Verdauung in Schwung. Mit etwas Glück kann man einen Schneemann bauen, auch Erwachsene dürfen da mitmachen. Natürlich ist es schön, mit den anderen zusammen zu sitzen, aber nur sitzen muss ja nicht sein. Bewegung macht Spaß, darauf muss man ja nicht verzichten.

Festliche Menus

Festliches Essen ist meistens kalorienreiches Essen. Deshalb gibt es hier auch besonders viele Vorschläge in Zeitschriften und auf Webseiten, wie man stattdessen kalorienarm kochen kann. Dabei ist das nicht wirklich der Punkt, der über das Gewicht nach den Feiertagen entscheidet. Die Häufigkeit, mit der man isst und die Menge an Süßigkeiten und anderem Zwischendurchessen haben einen viel größeren Einfluss.

Deshalb kann man es normalerweise verkraften, an Weihnachten mal ein richtig festliches Menu zu genießen, ohne an Kalorien und ähnliches zu denken. Solange das was besonderes ist, solange man nicht jeden Tag so isst, gleicht sich das wieder aus. Genießen ohne Reue ist also angesagt! Wer das nicht hinkriegt, lässt es besser ganz sein. Einmal im Jahr darf es also auch Gänsebraten sein.

Es gibt einen alten Spruch, der besagt, dass man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick wird, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Das stimmt tatsächlich. Wer entspannt an die Sache rangeht, wer sich etwas gönnt, wer wirklich genießt, der wird vielleicht immer noch etwas mehr essen, als er wirklich brauchen würde, aber es wird sich im Rahmen halten. Und es wird sich dann, wenn man weiterhin entspannt bleibt, im Laufe der nächsten Wochen ganz von alleine wieder ausgleichen.

Genuss statt Stress, Qualität statt Quantität, wer sich ein wenig daran orientiert, kann nicht mehr viel falsch machen. Der wird schönere Feiertage erleben. Und wird feststellen, dass sich die Zunahme in engen Grenzen hält.

Zur achtzehnten Folge des Abnehmkurses: Der richtige Zeitpunkt zum Abnehmen

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1 Kommentar… jetzt kommentieren:
  • Die Vorweihnachtszeit- gewichtstechnisch betrachtet 30. Oktober 2014, 17:05

    […] Jahr, in die lange Reihe derjenigen einreihen, die dringend mal wieder Gewicht loswerden müssen. Viel hat sich seit dem letzten Jahr ohnehin nicht geändert. Es wird eingekauft, es wird genascht, wie jedes Jahr. Und das schlechte Gewissen ist der ständige […]

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