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Rohkost zum Abnehmen

Menschen, die sich ausschließlich von Rohkost ernähren, sind meistens schlank bis untergewichtig. Und tatsächlich ist ungekochte pflanzliche Nahrung ausgezeichnet zum Abnehmen geeignet. Es ist allerdings nicht notwendig, und auch nicht sonderlich empfehlenswert, sich dabei auf ungekochtes Essen zu beschränken.

Menschen, die auf Dauer nur Rohkost essen, sind schlank, das steht außer Frage. Es ist sehr schwer bis unmöglich, mit einer Ernährung, die ausschließlich aus rohen Pflanzen besteht, genügend oder sogar zu viele Kalorien zu sich zu nehmen. Bei der Versorgung mit essentiellen Nährstoffen ist es dagegen unterschiedlich: manche werden reichlich bis übermäßig aufgenommen, an anderen entsteht mit der Zeit ein Mangel.

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Langfristig führt eine reine Rohkost-Ernährung zu Mangelerscheinungen, das lässt sich wohl nicht leugnen. Eine Zeit lang kann man sich gefahrlos so ernähren, besser ist, jeden Tag ein wenig Rohkost zu essen, aber auch andere, gekochte und zubereitete Nahrung zu sich zu nehmen. Auf diese Weise kann man die Vorteile der Rohkost genießen, ohne irgendwelche Nachteile befürchten zu müssen.

Extreme sollte man meiden

Es ist natürlich richtig, dass eine Ernährung, die hauptsächlich aus industriell vorgefertigten Produkten besteht, die nichts frisches und naturbelassenes enthält, zum Abnehmen eher nicht so gut geeignet ist, ganz abgesehen davon, dass sie nicht besonders gesund ist. Aber deshalb muss man nicht gleich ins andere Extrem verfallen. Es gibt einige Lebensmittel, die in zubereitetem, erhitztem, gekochtem Zustand besser genießbar sind, Bohnen zum Beispiel. Bohnen sind erstmal unbehandelte Naturprodukte, die allerdings das Gift Phaseolin enthalten. Phaseolin wird durch Kochen zerstört, danach sind die Bohnen ausgezeichnet genießbar und sehr gesund.

Wer ausschließlich Rohes verzehrt, sollte also auf Bohnen verzichten. Auch rohes Getreide ist, wenn auch nicht giftig, so doch nur bedingt zum Genuss geeignet, zumindest ist es schwer verdaulich. Es wird durch Kochen und Backen, nicht zu vergessen durch Säuerung, besser bekömmlich. Enthaltene Schadstoffe werden unschädlich gemacht, die guten Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Kartoffeln sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das in rohem Zustand zwar nicht giftig, aber trotzdem für die menschliche Verdauung kaum verwertbar ist.

Ganz viele Pflanzen enthalten Gifte der unterschiedlichsten Arten. Die Pflanzen schützen sich damit vor Fraßfeinden. Auch der Mensch ist ein solcher Fraßfeind der Pflanzen. Allerdings hat er gelernt, die Gifte unschädlich zu machen, oder ihre Wirkung durch die Zubereitung der Nahrung zu umgehen. Kochen und Garen gehört zu diesen Strategien. Wer darauf verzichtet, verzichtet auf eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschwerdung. Die Erfindung des Feuers hat die Ernährung der Menschen bereichert, vielfältiger gemacht. Diejenigen, die das Feuer nutzten, um ihr Essen zuzubereiten, haben sich durchgesetzt, wir stammen von ihnen ab. Wir können und dürfen auch heute noch von gekochter oder sonstwie gegarter Nahrung profitieren. Am besten ist ein Mix aus rohen und gegarten Lebensmitteln.

Reine Rohköstler sind oft Veganer, können aber auch Vegetarier und sogar Omnivoren sein. Wer nicht nur Pflanzen, sondern auch Milch, Eier, vielleicht auch Fisch und Fleisch isst, sollte bedenken, dass man alle diese Lebensmittel natürlich auch roh essen kann, dass dadurch allerdings das Risiko steigt, sich mit Krankheiten oder Parasiten zu infizieren. Das passiert nicht zwangsläufig, aber es ist ein Risiko, abgesehen davon, dass die meisten Menschen Eier oder Fleisch in gegartem Zustand lieber mögen. Es ist durchaus gut, gelegentlich mal den eigenen Gelüsten nachzugeben und das zu essen, auf das man Appetit hat.

Rohkost

Viele Nahrungsmittel sind natürlich vor allem roh genießbar und lecker. Die meisten Obstsorten schmecken roh am besten, Salate und viele Gemüse sind roh zubereitet frischer und knackiger. Aber auch Nüsse und Samen, kaltgepresste Öle und Fette gehören zur Rohkost dazu und sollten bei einer vielfältigen, gesunden Ernährungsweise täglich gegessen werden. Es ist gesund und eine gute Idee, täglich Rohkost zu essen. Wenn man sich ein paar Gedanken zur Zusammenstellung und Zubereitung macht, dann wird dieser Teil der Ernährung weit vielfältiger und leckerer, geht über frisches Obst und Salatbeilagen weit hinaus. Wenn man sich ein bisschen inspirieren lässt, kommt man schnell auf den Geschmack, so dass die Rohkost zum selbstverständlichen Teil der täglichen Ernährung wird.

Bestandteile der Rohkost-Ernährung

Je größer der Anteil der Rohkost an der täglichen Ernährung, umso mehr Gedanken muss man sich über die ausgewogene Zusammenstellung machen. Denn insgesamt gilt, je vielfältiger die Ernährung insgesamt, umso weniger muss man über einzelne Nährstoffe nachdenken. Wer also auf alle die Lebensmittel verzichtet, die nur in gegartem Zustand genießbar sind, muss mehr nachdenken und planen als jemand, der alles isst. Aber auch, wenn man die Rohkost nur als Ergänzung und Bereicherung der Ernährung betrachtet, kann man mal über den Tellerrand gucken, muss sich nicht auf Äpfel und grünen Salat beschränken.

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Wer sich ausschließlich von Rohkost ernähren möchte, der muss sich an ausgeklügelte Ernährungspläne halten, sonst ist die Versorgung mit vielen essentiellen Nährstoffen, mit Eiweiß, Eisen, Kalzium, Jod, Zink und einigen B-Vitaminen nicht sichergestellt. Auch einige Omega-3-Fettsäuren können nicht aufgenommen werden. Da nützt es nichts, dass andere Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C überreichlich in der Nahrung vorhanden sind.

Obst und Gemüse, Salate und Hülsenfrüchte wie junge Erbsen sind Bestandteile einer Rohkost-Ernährung. Aber um zumindest im Prinzip mit Eiweiß, Kalzium und essentiellen Fetten versorgt zu werden, muss man Nüsse und Samen essen, muss Öle und Fette sorgfältig auswählen. Dafür hat man dann den Vorteil, dass man für gewöhnlich keine Probleme mit einem Überangebot an gesättigten Fetten hat.

Wer sich von Rohkost ernährt, kann sich nicht auf Obst und Gemüse beschränken, sondern muss einige Lebensmittel kaufen, die im normalen Lebensmittelgeschäft nicht unbedingt erhältlich sind. Zum Beispiel kann die lebensnotwendige Jod-Versorgung nicht nur über Fisch, der ja in den meisten Fällen nur gegart gegessen wird, sondern auch über Algen sichergestellt werden.

Auch die Versorgung mit essentiellen Fetten wie den Omega-Fettsäuren erfordert vermehrte Aufmerksamkeit, wenn man sich ausschließlich von rohen Nahrungsmitteln ernährt. Es ist unbedingt notwendig, Nüsse und Samen zu essen, je mehr verschiedene, umso besser.

Rohe Nahrungsmittel zum Abnehmen

Wer sich ausschließlich von ungekochten Nahrungsmitteln ernährt, braucht über sein Gewicht nicht nachzudenken. Es wird sinken, das lässt sich nicht vermeiden. Die meisten Menschen essen Rohes allerdings als Ergänzung zu ihrer sonstigen Ernährung. Dabei gilt natürlich, je mehr rohes und pflanzliches Essen man zu sich nimmt, umso kalorienärmer wird die Ernährung sein. Wer nur einen kleinen Teil seiner Ernährung mit Rohem bestreiten möchte, der kann durch geschickte Auswahl der Nahrungsmittel das Abnehmen begünstigen. Aus gesundheitlicher Sicht ist das günstiger als wenn man nur Rohes isst und es vereinbart sich auch leichter mit den Vorlieben der meisten Menschen.

Wer sich satt isst, kann leichter durchhalten, kann leichter auf kalorienreiche Snacks und Ausrutscher verzichten. Sättigung hat viel mit der Nahrungsmenge zu tun. Je voller der Magen, umso eher fühlt man sich satt. Auch wenn das nicht die ganze Wahrheit ist, so ist es doch nützlich, sich den Magen mit kalorienarmen Lebensmitteln zu füllen. Besonders hervorzuheben sind natürlich die Ballaststoffe, die in allen pflanzlichen Lebensmitteln reichlich vorhanden sind. Es ist ja ein Merkmal unserer heute üblichen Ernährungsweise, dass die meisten Menschen zuwenig Ballaststoffe zu sich nehmen und im Zusammenhang damit vermehrt zu Übergewicht neigen.

Wichtig zum Abnehmen ist auch, möglichst lange zu essen. Die Sättigung tritt nicht sofort ein, weshalb es bei weichen oder flüssigen Nahrungsmitteln oft passiert, dass man bei Eintritt der Sättigung bereits über den Bedarf gegessen hat. Das lässt sich durch langsames Essen und gründliches Kauen vermeiden. Rohkost fördert ein solches Verhalten. Die oft propagierten Smoothies sind also zumindest zum Abnehmen eher kontraproduktiv. Besser, man benutzt seine Zähne, um die Nahrung zu zerkleinern, als elektrisch betriebene Messer.

Bedenken kann man auch die Verwendung von Produkten, die im Magen aufquellen und dann schwer verdaulich lange dort liegen bleiben. Ein klassisches Lebensmittel mit diesen Eigenschaften sind die Leinsamen. Da sie einen eher hausbackenen Eindruck erwecken, sind sie heute nicht mehr so beliebt, auch wenn sie immer noch ausgezeichnet zu einer gesunden, kalorienarmen Ernährungsweise passen.

Heute bevorzugen viele die Chia-Samen, die im Prinzip die gleichen Eigenschaften wie die Leinsamen haben, die aber moderner wirken und besser in die heutige Zeit passen. Sie stammen aus Südamerika, sind in Europa erst seit kurzem bekannt und erfüllen damit eher die Ansprüche an außergewöhnliches Essen, die heute viele Menschen haben. Aus ernährungsphysiologischer Sicht spricht nichts dagegen, die Ernährung mit Chia-Samen zu bereichern.

Fazit

Für das Abnehmen mit Rohkost gilt das, was für viele Diäten und Ernährungsformen gilt: man kann sehr gut damit abnehmen, wenn man sich dran hält. Es gilt sogar, dass je höher der Rohkost-Anteil an der Ernährung ist, umso besser kann man damit abnehmen. Allerdings ist es ein Missverständnis, wenn man jetzt glaubt, man müsste nur ab sofort nur noch Rohes essen, und schon würden die Gewichtsprobleme der Vergangenheit angehören. Denn die Versuchung, der Appetit, die Lust auf alles das, was man eigentlich nicht mehr essen wollte, die sind mit dem Entschluss noch nicht weg. Man muss sich weiterhin Gedanken darüber machen, wie man mit diesen Situationen umgehen möchte und umgehen kann. Es ist vernünftig, hier realistisch zu sein. Wer leidenschaftlich gerne Steaks und Braten oder Kuchen und Torten isst, der kann zwar theoretisch mit einer Rohkost-Ernährung abnehmen, wird dies aber in der Praxis nur für eine kurze Zeit lang tun. Es braucht weiterhin eine Ernährungsumstellung, und diese Umstellung ist weiterhin ein schwieriger Prozess. Besser nach und nach den Rohkost-Anteil erhöhen und damit durchhalten.

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